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Vorbericht Pokal-Halbfinale Mainzer Wölfe vs Neuwieder Bären
EHC_1. MannschaftEHC Neuwied reist als Favorit zum Halbfinal-Hinspiel im Pokal nach Mainz

Rheinland-Pfalz-Pokal * Lediglich Stephan Petry fällt wegen Matchstrafe aus * DNL-Spieler der Kölner Haie verstärken den Kader

Nach dem erfolgreichen Auftakt in die Oberliga-Aufstiegsrunde stehen die kommenden beiden Wochenenden für den Eishockey-Regionalligisten EHC Neuwied ganz im Zeichen des Rheinland-Pfalz-Pokals. Gegner im Halbfinale ist der Hessenligist TSV Schott Mainz. Das Hinspiel bei den Wölfen beginnt am Sonntag um 18.15 Uhr. Das Rückspiel findet am Sonntag, 5. Februar, 19 Uhr, im Neuwieder Ice House statt. „Wir bewerben uns gerade für die Oberliga, da wäre es peinlich, wenn wir jetzt gegen ein Team ausscheiden, welches quasi zwei Ligen unter uns spielt", sagt EHC-Trainer Bernd Arnold.

„Der Pokal ist für die Bären ein wichtiger Faktor", sagt Arnold. „Zunächst einmal können wir damit eine gewisse Vormachtstellung in Rheinland-Pfalz unterstreichen. Zudem hat ein Pokalgewinn auch einen hohen Prestigewert." Auch deshalb wird er den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Wir haben in dieser Saison schon die Erfahrung gemacht, dass es manchmal verdammt schwer sein kann, gegen einen schwächeren Gegner auf dem Eis zu stehen. Die werden sich tierisch reinhängen und alles geben. Und für uns sollte es sowieso kein Spiel geben, in dem wir es lockerer angehen lassen. Wir müssen mit Blick auf die Oberliga-Aufstiegsrunde unsere Form halten."

Dennoch hatte der Trainer überlegt, dem einen oder anderen Akteur am Sonntag eine kleine Pause zu gönnen. „Ich habe natürlich überlegt, wie wir als Mannschaft das Pokalspiel angehen. Es lag nahe, vielleicht auch mal einem Spieler eine Auszeit zu gönnen. Deshalb habe ich am Dienstag im Training einige Spieler gefragt, ob sie am Sonntag vielleicht eine Pause machen möchten. Die haben mich aber alle mit großen Augen angeschaut, warum ich das fragen würde. Ich habe mich fast für diese Frage entschuldigen müssen, alle wollen natürlich mitspielen und dabei sein."

Dem Trainer wird es recht sein, zumal er in diesem Spiel lediglich auf den Einsatz von Kapitän Stephan Petry verzichten muss, der aufgrund seiner Matchstrafe auch im Pokal gesperrt ist. Slawomir Kiedewicz und Kai Kühlem aber, die beide gegen Herne eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassiert hatten, dürfen mitspielen. Doch der EHC legt personell sogar noch nach, wird mindestens zwei DNL-Spieler der Kölner Haie im Pokal einsetzen. „In diesen Spielen ist das für uns quasi ein Luxus, es hat aber vor allem den Hintergrund, dass sich die Jungs an unser Spiel und an unsere Mannschaft gewöhnen sollen. Denn wenn wir in der Oberliga-Aufstiegsrunde in Grefrath auf unsere drei gesperrten Spieler verzichten müssen, werden wir mindestens zwei, drei Spieler der Haie mit dabei haben, die diese Lücken schließen werden."

Beim Gegner, den Mainzer Wölfen, freut man sich derweil auf den Vergleich mit den Bären, wenngleich für TSV-Trainer Holger Pöritzsch der EHC „der haushohe Favorit ist. Nicht zuletzt deshalb sind die beiden Vergleiche gegen die Bären für uns auch nur so eine Art Kür-Programm. Die Pflicht besteht in den bevorstehenden Play-offs in der Hessenliga. Wir haben uns die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Regionalliga West zum Ziel gesetzt, dort liegt deshalb auch unsere ganze Konzentration. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf die Partien gegen Neuwied, da es für uns die ideale Gelegenheit ist, uns unter Wettbewerbsbedingungen mit einem höher klassigen Gegner zu messen. An eine mögliche Sensation zu glauben, ist nahezu unrealistisch, zumal wir aufgrund des Modus mit Hin- und Rückspiel ja gleich zwei Wunder vollbringen müssten. Unser Ziel ist es, Neuwied ein bisschen zu ärgern, das Spiel möglichst lange offen zu halten und eine überzeugende Leistung zu zeigen, dann ist das Ergebnis am Ende für uns zweitrangig.“
Aktuelles aus dem Nachwuchs
EHC_NachwuchsRück- und Vorausblick auf die Spiele der Nachwuchsmannschaften

*Licht und Schatten vergangene Woche* *Volles Progamm am Wochenende* *Junioren mit Heimspiel*

Auch für die Nachwuchsmannschaften des EHC’s und der Spielgemeinschaft Neuwied/Diez hat die heiße Saisonphase begonnen. Hier nun ein kleiner Überblick über das Spielgeschehen sowie ein Ausblick auf das kommende Wochenende:


Kleinschüler:
Letzten Samstag zeigten sich unsere Kleinsten überaus torhungrig. Gegen völlig überforderte Netphener stand am Ende ein deutliches 29:7 auf der Anzeigentafel. Mit diesem Sieg festigten die Bären ihren 6. Tabellenplatz in der Bezirksliga NRW. Am kommenden Wochenende geht es nun gegen den Herner EV. Das Hinspiel im heimischen Icehouse wurde denkbar knapp mit 5:6 verloren – wenn der EHC an diese Leistung anknüpfen kann, ist durchaus eine Überraschung beim Tabellenvierten aus dem Ruhrgebiet möglich. Spielbeginn in der Gysenberghalle ist Samstag 16:30 Uhr.

Knaben:
Die Spielgemeinschaft der Knaben unter Leitung der EG Diez/Limburg hatte letzte Woche spielfrei. Nun geht es am Samstag um 10:45 nach Unna. Hier kommt es in der Bezirksliga zum Duell des Tabellenvierten Königsborn gegen den Tabellenfünften. Königsborn hatte zuletzt Herne mit 18:2 geschlagen. Die ‚Raketen-Bären’ der EGDL kassierten in ihrem letztes Spiel eine 2:11 Klatsche gegen Gelsenkirchen.

Schüler:
Wie die Knaben hatten auch die Schüler zuletzt ein spielfreies Wochenende. Bislang trat die Mannschaft der EGDL nur in der Rheinland-Pfalz-Liga an, in der man souverän mit vier Siegen aus vier Spielen führt.. Nun steigen die Schüler auch in die Hessenliga ein. Am Freitag um 20:00 geht die Reise an den Ratsweg nach Frankfurt. In dieser Miniliga spielt außerdem noch der ESC Darmstadt, gegen die Frankfurt mit 6:0 gewinnen konnte. Sonntags kommt es dann in der Diezer Eissporthalle zur Begegnung gegen den I.H.C. Beaufort.

Junioren:
Die neuformierte Juniorenmannschaft tut sich noch schwer in der NRW-Liga. Leider belegt man dort den letzten Tabellenplatz und auch am vergangenen Wochenende gab es nichts zu ernten, in Herford setzte es eine 14:2 Niederlage. Nun müssen die Bären am Wochenende gleich doppelt ran. Samstagmorgen 10:00 geht es gegen den Neusser EV. Das Hinspiel ging mit 13:4 an den derzeitigen Tabellenführer – es wird also wieder ein harter Brocken für unsere Junioren. Am Sonntag gibt dann die Grefrather EG ihre Visitenkarte ab. Grefrath ist hinter Neuss Tabellenzweiter, daher würde sich die Mannschaft sicherlich über ein wenig Unterstützung von den Rängen bedanken – wer also nicht mit nach Mainz zum Pokalspiel der ersten Mannschaft fahren möchte, ist herzlich ins Neuwieder Icehouse eingeladen. Spielbeginn ist 19:00, der Eintritt ist frei.

2. Mannschaft:
Während am letzten Sonntag im Icehouse in Neuwied die ‚Eishockeyschlacht’ gegen Herne tobte, spielte unsere 2. Mannschaft im Spitzenspiel der Rheinland-Pfalz-Liga gegen die Bären aus Bitburg. In einem besonders in der Schlussphase dramatischen Spiel setzten sich die Eifel-Mosel-Bären gegen die Rhein-Bären mit 7:5 durch und konnten die Niederlage im Hinspiel in Neuwied ausgleichen. In den ersten beiden Spielabschnitten hatte Bitburg das Spiel klar im Griff und lag bereits mit 4:1 in Front. Doch Neuwied gab nicht auf und brannte im letzten Drittel ein Feuerwerk ab und schaffte innerhalb 10 Minuten den Ausgleich. Nach der erneuten Führung für Bitburg wurde eine 5:3 Überzahlsituation zum 5:5 Ausgleich genutzt. Ein schöner Spielzug und ein Empty-Net Tor kurz vor der Schlußsirene (Neuwied hatte den überragend spielenden Torwart Alexander Neurath zugunsten eines 6. Feldspielers ausgewechselt) besiegelten dann die 7:5 Niederlage. Nun gilt es für den EHC, in den verbleibenden drei Spielen (zweimal gegen IHC Beaufort und gegen Diez), einen Platz unter den ersten vier zu erreichen, der dann zur Teilnahme an den Platzierungsspielen berechtigt. Das nächste Spiel für die 1b ist am 04.02. um 21:00 im Beaufort (Luxemburg).

Hier noch einmal eine Übersicht der Begegnungen:
Freitag 20:00 Frankfurt Lions - EGDL Schüler -:- (-:-, -:-, -:-)
Samstag 10:00 EHC Neuwied Junioren – Neusser EV -:- (-:-, -:-, -:-)
Samstag 10:45 Königsborner JEC – EGDL Knaben -:- (-:-, -:-, -:-)
Samstag 16:30 Herner EV - EHC Neuwied KLS -:- (-:-, -:-, -:-)
Sonntag 08:00 EGDL Schüler – I.H.C. Beaufort -:- (-:-, -:-, -:-) Spielort Diez
Sonntag 19:00 EHC Neuwied Junioren – Grefrather EG -:- (-:-, -:-, -:-)
Sonntag 18:15 TSV Mainz – EHC Neuwied -:- (-:-, -:-, -:-) RLP Pokal

Spielbericht EHC Neuwied vs Herner EV
EHC_1. MannschaftNeuwieder Bären feiern Überraschungssieg gegen Herne

Oberliga-Aufstiegsrunde * Aufgeheizte Stimmung und 240 Strafminuten im Ice House * Dreifacher Torschütze Philipp Büermann sorgt sportlich für die Entscheidung

Dem EHC Neuwied ist die erste große Überraschung in der Oberliga-Aufstiegsrunde gelungen. Gegen die klar favorisierten Gäste des Herner EV feierten die Deichstädter einen verdienten 5:3-Erfolg (2:1, 2:1, 1:1). Insgesamt 240 Strafminuten lassen erahnen, dass die Partie hart umkämpft war - auf beiden Seiten standen am Ende neben zahlreichen kleinen Strafen und drei Zehn-Minuten-Strafen jeweils eine Matchstrafe und zwei Spieldauerdisziplinarstrafen auf dem Spielberichtsbogen. "Ich würde niemals über den Schiedsrichter urteilen", sagte EHC-Trainer Bernd Arnold. "Wir haben beide zu gleichen Teilen darunter gelitten oder davon profitiert. Ich bin vielmehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft, die sich diesen Sieg verdient hat." Die Analyse der Gäste nahm HEV-Trainer Krystian Sikorski mit in den Mannschaftsbus - Hernes Trainer erschien nicht zur Pressekonferenz.

Neuwied begann die Partie mit einem leichten spielerischen Übergewicht, geriet aber bereits nach drei Minuten in Rückstand: Sascha Panek überwand EHC-Keeper Tim Kühlem mit seinem Schuss von der blauen Linie zum 1:0 für Herne. Auf der Gegenseite vergaben Christian Czaika (9.) und Slawomir Kiedewicz (10.) die bis dahin besten Chancen der Bären, die wenig später dennoch zum verdienten Ausgleich kamen: Jens Hergt traf in Überzahl auf Vorarbeit von Stephan Petry und Willi Hamann zum 1:1 (11.). Und kurz vor der ersten Pausensirene brachte Philipp Büermann den EHC gar in Führung: Marc Blumenhofen hatte abgezogen, HEV-Keeper Eike Paulmann aber ließ die Scheibe fallen und ermöglichte Büermann so den Abstauber zum 2:1 (19.).

Die Geschichte des ersten Drittels aber waren weniger die Tore, sondern vielmehr die aufgeheizte Stimmung auf dem Eis, die sich schon zu diesem Zeitpunkt anstaunte. In zwei Situationen hatten die Unparteiischen im ersten Abschnitt das Spiel laufen lassen, obwohl man durchaus eine kleine Strafe gegen Neuwied hätte geben können. Doch anstatt im Stile einer Spitzenmannschaft sich weiter auf die eigene spielerische Stärke zu besinnen ließen sich die Gäste völlig aus dem Konzept bringen. Dabei war das Strafenverhältnis zu diesem Zeitpunkt durchaus ausgeglichen mit fünf kleinen Strafen plus einer Zehn-Minuten-Strafe für Neuwied und sieben kleinen Strafen für Herne - davon zwei mit der Schlusssirene des ersten Abschnitts.

Bei den 727 Zuschauern im Neuwieder Ice House festigte sich im Laufe der Partie jedoch der Eindruck, dass die Gäste den EHC schlichtweg unterschätzt hatten. Nächster Beweis der Herner Hilflosigkeit: Die erste Matchstrafe der Partie gegen HEV-Kapitän Philip Louven. Der war bei einem Zweikampf hinter dem eigenen Tor von Stephan Petrys Schläger getroffen worden, die Unparteiischen aber ließen weiterspielen. Louvens Reaktion: Zunächst versuchte er, anstatt einen Aufbaupass zu spielen, den wenige Meter neben ihm laufenden Petry mit der Scheibe zu treffen. Als dies misslang und Petry wechseln wollte, fuhr Louven ihm hinterher und revanchierte sich mit einem Check gegen den Kopf (26.). Die Bären gaben die Antwort auf dem Eis: Ausgerechnet Petry machte nur zwei Minuten später in Überzahl das 3:1 (28.). Dass wenig später Slawomir Kiedewicz mit der ersten Spieldauerstrafe der Partie vorzeitig zum Duschen musste war ärgerlich aus Neuwieder Sicht, aber auch schnell abgehakt. Der EHC-Stürmer hatte Hernes Antti-Jussi Miettinnen bei einem Konter am Torabschluss gehindert - eine Zwei-Minuten-Strafe, vielleicht ein Penalty hätten es in dieser Situation sicherlich auch getan.

Doch anstatt sich nun ebenfalls lange mit der Strafe zu beschäftigen, konzentrierten sich die Gastgeber weiter auf ihr Spiel und legten den vierten Treffer nach. Philipp Büermann nutzte eine erneute Unsicherheit bei HEV-Keeper Paulmann zum 4:1 (32.). "Das war schon arrogant von Herne mit dem zweiten Torhüter zu spielen", sagte EHC-Trainer Arnold. "Nicht, dass Paulmann ein schlechter Keeper ist. Aber Stefan Kornewald ist für mich ein herausragender Torhüter, der vielleicht das ein oder andere Tor verhindert hätte. Aber Arroganz wird bestraft - und uns kann es am Ende ja egal sein."

Auswirkungen auf den Spielberichtsbogen aber hatte nicht nur das vierte Tor von Büermann, sondern vor allem die noch beim Torjubel ausbrechende Massenschlägerei vor Hernes Kasten. Stephan Petry und Hernes Edgars Adamovics hatten sich bereits kurz vor dem Treffer beharkt, nun streckte der Gästeverteidiger den EHC-Kapitän mit einem Faustschlag nieder. Neuwieds Verteidiger Kai Kühlem ging dazwischen, während Petry aufstand und sich einen Faustkampf mit Marc Höveler lieferte. Das Ergebnis: Spieldauerdisziplinarstrafen gegen Hernes Höveler und Adamovics sowie Neuwieds Kai Kühlem. Weil Petry noch einmal nach Höveler schlug, als der Linesman die beiden bereits getrennt hatte, kassierte der EHC-Stürmer eine Matchstrafe.

Bei den nun deutlich ausgedünnten Sturmreihen setzten in der Folge zwei Akteure besondere Akzente: Hernes Miettinnen sorgte immer wieder mit viel Tempo für Gefahr, bereitete die beiden Herner Anschlusstreffer zum 2:4 durch Dominik Ballnus (39.) und zum 3:4 durch Sascha Panek (41.) vor. Auf der Gegenseite aber sorgte der dreifache Torschütze Philipp Büermann mit seinem starken Solo zum 5:3 (51.) für die Entscheidung. Auch, weil Herne aus zahlreichen Überzahlsituationen (sieben Zwei-Minuten Strafen für Neuwied gegenüber vier für Herne im letzten Drittel) selbst in doppelter numerischer Überlegenheit (1:48 Minuten lang) kein Kapital schlagen konnte. "Ich denke, Herne kann nicht sagen, dass man hier heute verpfiffen wurde", sagte Arnold. Unglücklich hingegen war der Ausfall von Hernes Dominik Ballnus, der von einer Scheibe getroffen wurde und in ein Koblenzer Krankenhaus gebracht werden musste. Die Bären wünschen Ballnus auf diesem Wege eine schnelle Genesung.

"Wir haben die Niederlage in Essen nicht lange analysiert. Ich habe den Jungs gesagt: Mund abputzen, vergesst den Quatsch von Freitag, macht es heute einfach besser", sagte EHC-Trainer Arnold nach dem Spiel. "Die Mannschaft hat das super umgesetzt, toll gekämpft und Hernes starke Stürmer nicht zur Entfaltung kommen lassen. Ich bin stolz darauf, dieses Team trainieren zu dürfen."
Spielbericht Moskitos Essen vs EHC Neuwied
EHC_1. MannschaftBären verlieren bei den Moskitos mit 2:9

Oberliga-Aufstiegsrunde * EHC Neuwied hat beim Favoriten klar das Nachsehen * Büermann und Petry treffen für die Deichstädter

Klare Niederlage für den EHC Neuwied in Essen: Die Bären haben das erste Auswärtsspiel in der Oberliga-Aufstiegsrunde bei den favorisierten Moskitos mit 2:9 (0:1, 1:5, 1:3) verloren. "Essen hat verdient gewonnen, auch wenn der Sieg in der Summe sicherlich ein bisschen zu hoch ausgefallen ist", sagte EHC-Trainer Bernd Arnold nach der ersten deutlichen Niederlage seiner Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf. Hatten die Bären bisher ein Spiel verloren, dann stets mit nur einem Tor Unterschied - diesmal waren es gleich sieben.

Der EHC erwischte einen guten Start, hatte die ersten Chancen der Partie, scheiterte aber schon in den ersten Versuchen an ESC-Keeper Christian Lüttges. Auf der Gegenseite agierte der Oberligist schnörkellos und clever - das brachte den Gastgebern nach acht Minuten die Führung durch Damian Schneider. Gleich im Anschluss konnten sich die Deichstäder bei ihrem Schlussmann Tim Kühlem bedanken, der die Schüsse von Dominik Scharfenorth (13.) und Alexander Brinkmann (14.) aus kurzer Distanz entschärfte. Gegen Ende des ersten Drittels überstanden die Gäste zudem eine doppelte Unterzahl ohne weiteren Gegentreffer.

Im zweiten Spielabschnitt jedoch wurde ein Klassenunterschied deutlich. Neuwied kam oftmals einen Schritt zu spät, hatte Probleme mit dem hohen Tempo der Stechmücken. "Wobei ich nicht sagen würde, dass es am Tempo gelegen hat", sagte Arnold. "Uns hat einfach die Cleverness gefehlt in den Eins-gegen-Eins-Situationen. Da haben wir uns taktisch nicht geschickt angestellt. Das müssen wir in Zukunft anders anpacken." Ergebnis dieser fehlenden Cleverness war ein 1:5 im zweiten Drittel: Essen ging durch Treffer von Benjamin Musga (24.) Miikka Jäske (27., Penalty und 33.), Sebastian Hasselberg (34.) und Sebastian Schröder (37.) mit 6:0 in Führung. Lediglich Philipp Büermann konnte in Überzahl auf Vorlage von Andrew Stevenson (38.) auf 1:6 verkürzen.

Die Entscheidung war damit bereits nach 40 Minuten gefallen, dennoch feierten die rund 70 Bärenfans auf der Tribüne lautstark ihre Mannschaft. "Ein Riesendank an die Fans, die uns wirklich toll unterstützt haben. Schade, dass sie so eine Klatsche ansehen mussten", sagte Arnold. Auf dem Eis blieben die Spielanteile weiter klar verteilt, die Deichstädter aber warfen sich nach wie vor in jeden Schuss und kamen auch noch zu einem weiteren Treffer durch Stephan Petry (46.). Auf der Gegenseite musste EHC-Keeper Alexander Neurath, der nach dem 0:5 für Kühlem zwischen die Pfosten fuhr, noch drei Mal hinter sich greifen: Gordon Kopp (44.), Alexander Brinkmann (56.) und Damian Schneider (60.) besorgten den 9:2-Endstand.

"Wir müssen aus dem Spiel unsere Lehren ziehen", sagte Arnold. Wir müssen aber auch nicht in Essen gewinnen, um unser Ziel zu verwirklichen, unter die ersten Vier zu kommen. Und das Schöne am Eishockey ist, dass wir es schon in zwei Tagen daheim gegen Herne wieder besser machen können - wenngleich wir auch in dem Spiel wieder der Außenseiter sind. Heute habe ich in vielen Szenen die Wachsamkeit vermisst, die möchte ich am Sonntag wiedersehen bei meiner Mannschaft."
Vorbericht EHC Neuwied vs Moskitos Essen
EHC_1. MannschaftNeuwied trifft auf die Favoriten aus Essen und Herne

Oberliga-Aufstiegsrunde * Bären sind am Freitag in Essen und am Sonntag (19 Uhr) in Neuwied gegen Herne nur Außenseiter

Dieser Doppelpack hat es in sich! Die Neuwieder Bären gehen als Außenseiter in die beiden anstehenden Spiele der Oberliga-Aufstiegsrunde: Am Freitag, 20 Uhr, gastieren die Deichstädter bei den Moskitos aus Essen. Zwei Tage später, am Sonntag, empfängt die Mannschaft von EHC-Trainer Bernd Arnold um 19 Uhr im heimischen Ice House den Regionalligameister Herner EV. „Wir sind in beiden Spielen definitiv der Außenseiter, aber wir sind sicherlich nicht komplett chancenlos. Wir wollen die Favoriten wie bei unserem ersten Spiel in Herne ärgern. Wenn dabei auch Punkte herausspringen, ist das umso schöner.“

Vor dem Blick auf die anstehenden Spiele zunächst einmal der kurze Blick zurück auf den 4:3-Sieg nach Penaltyschießen gegen den Herforder EV am vergangenen Sonntag. Denn der Gegner aus der Oberliga hat Protest gegen die Wertung des Spiels eingelegt. Hintergrund: In der Oberliga folgt bei Unentschieden erst eine Verlängerung, dann das Penaltyschießen. In der Regionalliga wurde bisher ohne Overtime gespielt. Die Unparteiischen in Neuwied verzichteten daher auf die Verlängerung und baten beide Teams gleich zum Penaltyschießen. Das wiederum bemängelt nun Herford – und sorgt damit für Belustigung bei EHC-Trainer Arnold. „Das ist doch lächerlich, dafür habe ich kein Verständnis. Wenn man verliert, dann sollte man das mit Anstand tun. Und wenn überhaupt, dann wurden doch wir benachteiligt. Durch die Spieldauerstrafe gegen Herford hätten wir drei der fünf Minuten der Verlängerung in Überzahl gespielt. Da hätten wir doch viel größere Chancen auf einen Sieg gehabt als im Penaltyschießen, in dem die Chancen wieder 50 zu 50 standen. Was also soll der Protest jetzt bringen? Das Herford in drei Wochen noch mal zu uns kommt und wir nur die Overtime spielen?“

Erfreulich war für den Bärentrainer hingegen die Art und Weise, wie sich seine Mannschaft präsentiert hatte. „Wir haben uns doch super verkauft und nur sehr unglücklich noch das 3:3 kassiert. Ich denke, der Sieg nach Penaltyschießen war die gerechte Belohnung.“ Zu der auch der wiedergenesene Kapitän Stephan Petry und Neuzugang Philipp Büermann mit jeweils einem Treffer beigetragen hatten. „Stephan hat uns schon gefehlt, das hat man gesehen. Er war gleich wieder präsent und hat ein wichtiges Tor geschossen, auch wenn er sich bei manchen Strafen und Aktionen vielleicht ein wenig zügeln sollte. Auf der anderen Seite setzt er damit Reizpunkte – von diesem Schlag haben wir nicht viele Spieler im Team. Er hat in jedem Fall einen super Job gemacht – wie auch Philipp Büermann, der weit über Regionalliganiveau spielen kann. Ich habe mich unter der Woche im Training mit ihm unterhalten. Ich spüre, wie froh er ist, dass er wieder dabei ist. Die Lust ist einfach wieder da, er wird noch sehr wertvoll für unsere Mannschaft werden.“

Durch die Rückkehr von Petry und die Verstärkung von Büermann kann Arnold am kommenden Wochenende personell aus dem Vollen schöpfen, da auch der gesperrte Willi Hamann ins Team zurückkehrt. „Wir haben zehn starke Stürmer, das ist für die Regionalliga sicherlich nicht selbstverständlich. Ich mache mir noch Gedanken, wer in den Spielen am Wochenende vielleicht etwas weniger Eiszeit bekommt. Vielleicht wechseln wir im Spiel durch, vielleicht machen wir es von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Ich muss mir das noch überlegen und die Eindrücke aus dem Training berücksichtigen.“

Mit Blick auf die kommenden Gegner sagt Arnold: „Essen ist unter den eigenen Erwartungen geblieben und nominell die stärkste Mannschaft in dieser Runde. Das Team ist sehr gut besetzt. Das gilt auch für Herne, die wir schon aus der Regionalliga kennen. Eine starke Mannschaft mit sehr starken Ausländern, die Aufgaben werden schwer, aber nicht unlösbar.“ Ein Fanbus wird das Team am Freitag nach Essen begleiten und auch für das Heimspiel setzt der EHC-Trainer auf die Bärenfans. „Ich war allerdings von der Zuschauerresonanz gegen Herford enttäuscht. Was sollen wir denn noch machen, um mehr Zuschauer in die Halle zu locken? Wenngleich man sagen muss, dass unsere treuen Fans, die da waren, mal wieder eine Bombenstimmung gemacht haben. Das hat uns gewaltig geholfen, dafür können wir uns alle nur bedanken. Aber die Mannschaft hat einfach mehr Zuschauer verdient.“
Spielbericht EHC Neuwied vs Herforder EV
EHC_1. MannschaftBären schlagen zum Auftakt Herford nach Penaltyschießen

Oberliga-Aufstiegsrunde * Blumenhofen trifft entscheidenden Penalty * EHC-Keeper Tim Kühlem hält Team lange im Spiel * Rückkehrer Stephan Petry und Neuzugang Philipp Büermann treffen

Auftakt nach Maß für den EHC Neuwied in der Oberliga-Aufstiegsrunde: Die Deichstädter feierten im heimischen Ice House einen 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen gegen den Herforder EV. "Wir wollten gegen eine kompakte Oberliga-Mannschaft bestehen und nicht die Hucke voll kriegen - das ist uns gelungen", sagte EHC-Trainer Bernd Arnold. "Wir haben uns bis zum Ende Chancen erarbeitet und können sehr zufrieden sein." Gleich mehrfach hatte in einem ausgeglichenen Match die Führung gewechselt, am Ende sorgte ein verwandelter Penalty von EHC-Stürmer Marc Blumenhofen für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.

Neuwied erwischte den deutlich besseren Start in die Partie und setzte die von der Papierform zweitstärkste Mannschaft der Oberliga-Aufstiegsrunde gleich unter Druck. Bereits nach 24 Sekunden hätte Neuzugang Philipp Büermann den EHC in Führung schießen können, die Scheibe jedoch ging knapp am Tor vorbei. Besser machte es Stefan Kaltenborn, der im Zusammenspiel mit Slawomir Kiedewicz sehenswert die Abwehr der Ice Dragons düpierte und zum 1:0 einschoss (3.). Weitere Chancen der Bären durch Christian Czaika (9.) und Kiedewicz (10.) blieben jedoch ungenutzt, was wiederum Herford zurück ins Spiel brachte. Der Oberligist kam nach elf Minuten zu den ersten nennenswerten Offensivaktionen und in Minute 13 zum Ausgleichstreffer: Gästestürmer Sven Johannhardt schob den Puck am starken EHC-Keeper Tim Kühlem vorbei zum Ausgleich in die Maschen (13.).

War die Begegnung zu diesem Zeitpunkt weitgehend ausgeglichen, so sahen die 614 Zuschauer im Neuwieder Ice House im zweiten Drittel ein klares Chancenplus der Gäste. Herford profitierte in dieser Phase von der Tatsache, dass Neuwied sieben kleine Strafen kassierte und gleich zwei Mal in doppelter Unterzahl agieren musste. Nicht jede Strafe war unberechtigt, aber einige hinterließen zumindest ratlose Neuwieder Gesichter. Das starke Unterzahlspiel der Bären und EHC-Keeper Tim Kühlem raubten den Ice Dragons jedoch fast die Nerven - lediglich ein Überzahltor durch Jeffrey Keller (27.) war die magere Ausbeute der Gäste. "Das hat natürlich Kraft gekostet", sagte EHC-Trainer Arnold. "Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie diese Phase überstanden haben. Einige Spieler haben sechs, sieben Minuten in Unterzahl gespielt und mir gesagt ,Hey Coach, ich kann nicht mehr', aber sie haben trotzdem weitergekämpft und zusammengehalten."

So war auch im letzten Drittel noch alles möglich für den EHC - und die Bären nutzten diese Ausgangssituation: Zunächst sorgte Neuzugang Philipp Büermann auf Vorarbeit von Ernst Reschetnikow für den 2:2-Ausgleich (46.), dann traf der wiedergenesene EHC-Kapitän Stephan Petry nach toller Einzelleistung zur erneuten Führung (54.). Dass es nicht für einen Sieg nach 60 Minuten reichte, lag am späten Ausgleichstreffer durch Darren McKague (57.). Zudem konnte Neuwied in den beiden Schlussminuten Großchancen von Kai Kühlem und Stefan Kaltenborn (58.) in Überzahl nicht nutzen - bei Herford hatte Micah Anderson nach einem Check gegen den Kopf von Stephan Petry eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassiert.

Für die Entscheidung zugunsten der Neuwieder sorgte Marc Blumenhofen, der den sechsten Penalty verwandelte - zuvor hatten lediglich Stephan Petry (Neuwied) und Sven Johannhardt (Herford) getroffen. Als Bärenkeeper Tim Kühlem nach Blumenhofens Treffer den Penalty von Jeffrey Keller parierte, war der Auftaktsieg in der Oberliga-Aufstiegsrunde perfekt. "Beide Teams haben über 60 Minuten gekämpft", sagte Arnold. "Das war ein tolles Spiel für die Zuschauer. Schön, dass auch die Kleinigkeiten gestimmt haben, wie zum Beispiel das Tor von Stephan Petry nach seiner Verletzungspause oder der Treffer von Philipp Büermann in seinem ersten Spiel für uns." Gästetrainer Bruce Keller musste eingestehen, dass "das Spiel schneller war, als ich erwartet hatte. Wenn wir unsere Chancen genutzt hätten, dann hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Glückwunsch an Neuwied, die Bären haben sich den Sieg hart erkämpft. Wir müssen dagegen wohl noch ein bisschen mehr kämpfen, um erfolgreich zu sein in dieser Oberliga-Aufstiegsrunde."
Vorschau auf das Wochenende
EHC NachrichtenVolles Programm für Neuwieder Kufencracks

Zweite Saisonhälfte startet auch auf heimischem Eis * 5 Spiele für EHC Teams


Am kommenden Wochenende steht nicht nur das erste Aufstiegsrundenspiel der ersten Mannschaft an, nein auch bei unserem Nachwuchs geht es richtig rund.

Am Samstag spielen die Kleinschüler in Königsborn und wollen zeigen, dass der Heimerfolg eine Woche zuvor kein Zufall war. Mit einem weiteren Sieg könnten sie ihren guten Tabellenplatz weiter festigen oder sogar einen weiteren Schritt nach vorne machen. Gleichzeitig spielen die Knaben in Diez gegen den EHC Gelsenkirchen. Auch hier darf man gespannt sein, ob das Spiel ähnlich eng wird, wie das Hinspiel, welches man nach einem 1:5 Rückstand nur mit 5:7 verlor. Es könnte also vielleicht etwas zu holen sein. Unsere Junioren müssen am Wochenende gleich doppelt ran. Am Samstag zu Hause gegen Wiehl und am Sonntag in Moers. Möchte man die rote Laterne abgeben, sind hier dringend Punkte erforderlich.

Am Rande der Bande gab es einen personellen Wechsel, Nachwuchsobmann Stephan Winckler musste aus persönlichen Gründen sein Amt leider aufgeben. Stephan war seit Beginn des 'neuen EHC' 2007 im Nachwuchsbereich aktiv, daher gilt ihm für seinen Einsatz der Dank der gesamten Bärenfamilie! Sein Nachfolger wird Thomas Eyl sein, der in der Vergangenheit bereits sein Stellvertreter war und auch seit vielen Jahren im erweiterten Vorstand des EHC tätig ist.

Hier nochmal wie gewohnt alle Spiele des Wochenendes im Überblick:

Samstag 10:00 EHC Junioren - TuS Wiehl 5:0 Wertung
Samstag 10:45 Königsborner EC - EHC KLS 14:6
Samstag 11:30 EGDL Knaben - EHC Gelsenkirchen 2:11 Spielort Diez
Sonntag 18:00 GSC Moers - EHC Junioren 13:3
Sonntag 19:00 EHC Neuwied - Herforder EV 4:3 n.P. (1:1, 0:1, 2:1)
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